Meine Pferde

Marengo P

2015 lernte ich Mandrago kennen, der lebende Beweis das Wunder existieren.

Mandrago, (sein richtiger Name ist „Marengo P“) ist ein 2013 geborener Pura Raza Espãnola Wallach und das weiseste Pferd das ich jemals kennen gelernt habe.

Mandrago kam als 2-jähriger Hengst, komplett roh, von Mãlaga (Spanien) nach Deutschland .

Ich hatte ihn auf der Finca el Romeral entdeckt und ihn sofort ins Herz geschlossen. Nach seiner Ankunft musste er erstmal aufgepäppelt werden und durfte seine Zeit mit einem Isländerhengst auf großen Weiden und einem Offenstall verbringen. Ich begann ihn im Roundpen zu arbeiten, hauptsächlich Bodenarbeit und die Grundlagen die wir später zum Reiten brauchen würden.

Zu dieser Zeit musste ich zum ersten Mal wirklich beweisen das ich in der Lage war einen Hengst zu besitzen und zu trainieren, ein absolut neues Terrain für mich.

Aber aus uns wurden beste Freunde und wir lernte voneinander sehr viel. Ein Jahr nach seiner Ankunft begann ich ihn ohne Sattel zu Reiten, wir hatten ja schon viel vorbereitet und somit war dies ein sehr einfacher Schritt.

2016 wechselten wir den Stall, wo er dann kastriert wurde. Als Wallach konnte er in einer großen Herde mitlaufen ohne seine Mitläufer ständig zu attackieren und sein Hengstbenehmen aufzuführen.

Im Herbst 2016 erlitten wir einen erschreckenden Rückfall, da Mandrago fast an Folge einer Zwerchfellhernie gestorben wäre. Er wurde nach Zürich gebracht und unterlag 7 1/2 Stunden einer unglaublich anspruchsvollen Kolikoperation, in welcher ihm 2m Darm heraus-operiert wurden und ein Patch über das Loch im Zwerchfell genäht wurde. Keiner der Ärzte konnte mir damals versprechen ob diese Operation etwas bringen würde, es gab (zu) viele Risiken. Das angeborene Loch im Zwerchfell könnte jederzeit wieder aufgehen und mit diesem Risiko musste ich rechen. Nach einer langen und harten Zeit des Kurierens erholte er sich langsam wieder von diesem normen Eingriff und nach einem Jahr (im Herbst 2017) begann ich ihn langsam wieder zu belasten und langsam einzureiten.

Mandrago ist mein Lehrer sowie Freund und wird mich noch lange auf meinem Weg begleiten, da bin ich mir sicher.

2018 -2020 bildete ich Mandrago weiter aus und habe mit ihm mitunter bei Henning Daude, Angela Tuscher und Anita Kun Unterricht genommen.

Mit ihm bestreite ich auch meinen Ausbildungsweg bei der VFD zur Wanderrittführerin, da er im Gelände ein absolutes Verlasspferd ist.

Für 2021 sind die ersten Schritte in die Richtung Working Equitation  (eine Reitdisziplin) geplant.

Odette de Laurens

2008 lernte ich die Isländerstute „Odette“ kennen.  Sie kam mit 6-8 Geschwistern in einem Trailer aus den Pyrenäen von dem Gestüt de Laurens nach Deutschland auf Hof Zahrte, wo ich Reiten lernte.

Sie wurde von der Hofbesitzerin/Reitlehrerin gekauft. Odette war halb blind auf einem Auge und war zu dem Zeitpunkt circa 5 Jahre alt.

Sie war „grob eingeritten“ laut Züchter, ihr Charakter war aber wild und ungezähmt da sie in der Natur der Pyrenäen in einer großen Herde aufgewachsen war. Sie ließ am Anfang niemanden an sich heran. Und aus irgendeinem Grund wurde ich später auserwählt um beim Training und Anreiten zu helfen. Ich war also immer dabei und verliebte mich bald in diese ungezähmte Isländerstute. 

Ich hatte davor noch nie mit einem solch temperamentvollen und ausdrucksstarken Pferd gearbeitet und es begann ein langer Weg des Vertrauens und kennenlernens. Ich übernahm bald die Funktion der Reitbeteiligung was jedoch nicht gut ausging. Jedes Mal wenn sie und ich Fortschritte erlangt hatten, arbeitete wieder jemand anderes mit ihr und alles was wir beide zusammen erlernt hatten war ruiniert, jeden Tag aufs Neue. 

Also kauften wir Odette schlussendlich und plötzlich gehörte mir ein Pferd. Ich arbeitete zuerst viel vom Boden aus mit ihr, weil dass der beste Weg war sie zu verstehen. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch keine besonders erfahrene Reiterin aber durch sie lernte ich das meiste und wir wuchsen zu einem tollen Team. Wir zogen danach noch 3 Mal in ein neues Zuhause aber sogar diese Herausforderung und Veränderung vertiefte unserer Beziehung. Ich ritt sie sehr viel mit Knotenhalfter, ohne Sattel und auch in der traditionell isländischen Art.  

Der Umzug in ein neues Zuhause bedeutete nicht nur Veränderung für uns beide sondern ein komplett neues Reitgebiet zu erkunden. Wir gingen stundenlang auf Ausritte, brachen früh am Morgen auf und kamen erst bei Sonnenuntergang heim. Ich ging mit Odette, einer Freundin und ihrem Pferd auf einen 6-tätigen Wanderritt zum Schluchsee und zurück. Alles was wir an Essen und Trinken sowie zum Schlafen brauchten hatten wir in unseren Satteltaschen bei uns. Dieser Ritt schweißte uns noch mehr zusammen, sowie die folgenden Abenteuer welche wir erlebten. Ich probierte das Springen mit ihr auf dem Platz sowie im Gelände mehrmals aus und übte das Reiten mit Halsring. Odette war mein Inbegriff von Vertrauen und meine beste Freundin.  Doch auch wenn es aufregende und abenteuerliche Jahre mit dieser ungezähmten einzigartigen Stute waren, so kommt doch irgendwann immer der Moment in dem man sich von etwas Geliebten trennen muss. Und dieser Moment trat ein mit dem Verkauf von Odette 2017. Sie lebt jetzt auf einem idyllischen Hof im Schwarzwald und darf dort die Natur mit Kindern & Jugendlichen weiter erforschen.

miranda mears horsemanship

MIRANDA MEARS HORSEMANSHIP