island

Island

Im Oktober 2015 verbrachte ich 4 Wochen auf “Lysuholl” bei Jóhanna Asgeirsdottir und Agnar Gestsson in Island.
„Lysuholl“ ist ein gastwirtschaftlicher Familien-Tourismusbetrieb, der auf der Südseite der Halbinsel Snæfellsnes umgeben von Meer, Steppe und Vulkanen im wilden Westen Islands eingebettet liegt. Als Besonderheit gilt in dieser Gegend der Gletscher Snæfellsjökull und die heißen Quellen, die man in einiger Entfernung besichtigen kann. Insgesamt besitzen die stolzen Besitzer Jóhanna Asgeirsdottir und Agnar Gestsson ungefähr 55 Hektar Land, das vollumfänglich ihren 150 Isländer, die meisten aus der eigenen Zucht, das ganze Jahr über zur Verfügung steht. Angeboten werden Gästehäuser/Sommerhäuser für Touristen, Reisende, Familien und ganze Gruppen, es gibt 4 Cottages und 2 große Ferienhäuser und noch ein neues, größeres Cottage.

Gäste haben dort die Chance, auf 1-4 stündige, geführte Ausritte durch die wilde Landschaft Islands zu gehen, oder an Touren teilzunehmen, die mehrere Tage dauern im stundenlangen Tölt an Meer und Dünen vorbei. Zudem gibt es ein Schwimmbad und ein Hot Pot mit warmen Mineralwasser direkt aus der Erde, eine Besonderheit Islands, ca. 300 Meter vom Hof entfernt und für die Gäste in der Hochsaison geöffnet. Im Winterhalbjahr werden ein Teil der Pferde hoch in die Berge, in ein freies und wildes Leben geschickt, von wo man sie dann im Frühjahr wieder hinunter bringt.

Agnar Gestsson übernimmt den Beritt seiner Pferde selbständig, sowie auch die Pflege und das Beschlagen der Hufe. Aber die Versorgung der Pferde, die geführten Ausritte, Ordnung und wichtige Entscheidungen könnten ohne die Mitarbeiter nicht geschafft werden, deswegen sind sie auf deren Hilfe sehr angewiesen.
Ich arbeitete dort, wie auf den anderen Höfen und Betrieben auch, als Tour-Guide und leitete Touristenritte, säuberte die Cottages und Gästehäuser, trainierte Jungpferde, durfte den Tölt und Pass richtig kennen lernen und mistete den (einzigen) Stall. Mit meinem Besuch/Aufenthalt in Island erfüllte ich mir einen lang gehegten Wunsch, und auch wenn für mich anfangs die eisigen Temperaturen, der Wind, der Regen, die Dunkelheit und die Einsamkeit an diesem Ort neu waren, so freundete ich mich bald damit an und entdeckte meine Passion für das rauschende Meer, die gewaltigen Vulkane, die Stille ohne jegliche Motorengeräusche, die Gletscher und natürlich das temperamentvolle Gemüt der Islandpferde, welches ich ja schon gut von meinem eigenen Islandpferd kannte.

miranda mears horsemanship

MIRANDA MEARS HORSEMANSHIP